Brief von Sabine Preuschoff an die Gemeinde in Steinwedel

01.09.2019
Vorschaubild : Brief von Sabine Preuschoff an die Gemeinde in Steinwedel

Superintendentin Sabine Preuschoff: „Ich habe St. Petri als beeindruckend vital und facettenreich kennengelernt“

 

„Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird‘s wohl machen.“ (Psalm 37,5). Das Losungswort vor Augen schreibe ich diese Zeilen an die Gemeinde.

 

Wieder ein Wechsel. Das gilt für Pastor Jörn Kremeike, der vor einem Jahr versprochen hatte: „Ich bin gekommen, um zu bleiben.“ Nun hat er sich doch anders entschieden und zieht in Richtung seiner „alten Heimat“. Ich danke ihm für seinen Dienst in dieser Gemeinde und wünsche ihm und seiner Familie Gottes Segen für den Neubeginn in Hankensbüttel. „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird‘s wohl machen.“

 

Wieder ein Wechsel. Das gilt auch für die Menschen in dieser Gemeinde, die überrascht von diesem Schritt, verunsichert und auch enttäuscht sind. Nachdem Pastor Peisert nach Jahren fruchtbarer Gemeindearbeit zum Superintendenten in Hildesheim gewählt worden war und Pastor Hemme nach kurzer Zeit Steinwedel verlassen hatte, um bei der Bürgermeisterwahl in Winsen zu kandidieren, hatte sich die Gemeinde auf Pastor Kremeike gefreut und dankbar seine Ansage gehört, er wolle bleiben. Nun erlebt sie nach kurzer Zeit erneut eine Vakanz.

 

Vertraut dem Herrn, der seine Gemeinde sieht und ihre Wege begleitet! Ich vertraue darauf und hoffe daher, dass die Stelle bald wiederbesetzt werden kann, auch wenn dies aufgrund der geringer werdenden Zahl an Pfarrerinnen und Pfarrern nicht leicht sein wird. Umso dankbarer bin ich, dass es in der Kirchengemeinde so viele engagierte Mitarbeitende gibt, die das Gemeindeleben tragen – in der Vakanz unterstützt von Pastor Leißer und den Kolleginnen der Nachbargemeinden.

 

Ich habe diese Gemeinde bei der Visitation als beeindruckend vital und facettenreich kennengelernt, mit hochengagierten Ehrenamtlichen, die sich auf Impulse des jeweils neuen Pastors gefreut haben. Doch es kam eben anders. In dieser Situation ist es besonders gut, dass Steinwedel einen einsatzbereiten und kompetenten Kirchenvorstand hat, der mit viel Herz und großem Zeiteinsatz die Gemeinde durch diese belastende Phase führt. Ich wünsche der Gemeinde von Herzen, dass sie einen Pastor oder eine Pastorin bekommt, der oder die dann auch länger bleibt und mit den Menschen vor Ort Gemeinde gestaltet.

 

Pastor Kremeike wünscht sich keine große Verabschiedung. Da aber die Gemeinde die Möglichkeit zum Abschied haben soll, wollte ich Pastor Kremeike im Erntedankgottesdienst am 6. Oktober mit Gebet und Segen verabschieden und entpflichten. Aufgrund von Krankheit und einem sich anschließenden sechswöchigen Kurs im Haus „Inspiratio“ wird dies leider nicht möglich sein, da er bis zu seinem Weggang nicht mehr in den Dienst zurückkehrt. So bleibt mir an dieser Stelle nur auf diesem Weg ein „Gott befohlen!“

 

Die Vertretung wird ab sofort organisiert. Den Gottesdienst zum Konfirmationsjubiläum verantwortet Pastorin Grote aus Burgdorf. Und auch ich freue mich auf die Gottesdienste, die ich in der Vakanzzeit mit der Gemeinde feiere.

 

Superintendentin Sabine Preuschoff

 

 

Über den Weggang von Pastor Kremeike wurde auch ausführlich in der Ausgabe 3/2019 des Gemeindebriefes berichtet, den sie hier auf unserer Homepage finden.

 

Foto: Sabine Preuschoff (Foto: D. Hilbig)